Der Porzellanspitzfilter - das Original
Der Porzellanspitzfilter - das Original

Vor 100 Jahren hatte die Dresdner Hausfrau Melitta Bentz endgültig genug von bitterem Geschmack und Zähneknirschen beim Kaffeetrinken. Ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohnes Willy brachte Sie auf eine einfache Idee, beim Kaffeekochen mit Filter und Papier den unbekömmlichen Kaffeesatz herauszufiltern. Sie tüftelte mit einem durchlöcherten Messingbecher und am 20. Juni 1908 war die unternehmerische Basis gelegt.

Tipps für Handmade Genießer
Tipps für Handmade Genießer
Bei der Handfiltration sollte der Kaffee idealer Weise mit nicht mehr kochendem Wasser aufgegossen werden (ideal ist eine Temperatur zwischen 86 und 98 °C). Danach kurz warten (ca. 20 – 30 Sekunden) und dann den Kaffee mit dem restlichen Wasser zubereiten. Der besondere Vorteil des Handfilterns ist, dass sich der Brühvorgang optimal anpassen lässt. Mit der Aufbrühmethode kann man dabei die Stärke variieren:
Möchte man einen milden Kaffee genießen, empfiehlt es sich, die gesamte Wassermenge nach dem Anbrühen auf einmal in den Filter zu gießen. Soll der Kaffee kräftiger werden, gießt man den Kaffee Schwall für Schwall auf und lässt den Kaffee zwischendurch immer ganz ablaufen. Einen starken Kaffee erhält man, indem man das Wasser ständig schwallweise nachgießt.
Und noch ein Tipp zum Schluss: Wärmt man beim Handfiltern die Kaffeekanne mit kochendem Wasser an, so lassen sich Temperatur und Aroma des Kaffees noch besser bewahren.